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Wieso das kleine Dorf Suderwick zu zwei Ländern gehört

Ein kleiner Ort in Nordrhein-Westfalen birgt eine große Besonderheit: Suderwick liegt nicht nur an, sondern mitten auf der Staatsgrenze zwischen der …

Fakten

  • Suderwick liegt nicht nur an, sondern mitten auf der Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und einem Nachbarland.
  • Die gelben Kreuze auf der Dorfstraße in Suderwick markieren eine Grenze.
  • Der kleine Ort Suderwick ist ein Stadtteil der Stadt Bocholt in Nordrhein-Westfalen.
  • Suderwick grenzt unmittelbar an den niederländischen Ort Dinxperlo – auf einer Straße, die auf deutscher Seite „Hellweg“ und auf niederländischer „Heelweg“ heißt.
  • Die Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden verläuft an manchen Stellen quer über die Straße, an anderen liegt sie auf dem Bordstein – markiert mit jenen gelben Kreuzen.
  • Dinxperlo und Suderwick nahmen ihren Anfang etwa zwischen 500 und 800 nach Christus.
  • Die Dörfer waren voneinander getrennt. Im Zweiten Weltkrieg verstärkte ein Grenzzaun die Trennung: Er stand von 1939 bis 1949.
  • Als vor 30 Jahren mit dem Schengen-Abkommen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen abgeschafft wurden, verschwanden viele offensichtliche Grenzen – auch in Suderwick und Dinxperlo.
  • Heute wirken beide Dörfer wie ein einziger Ort: Im Laufe der Zeit wuchsen sie zusammen.
  • Am „Hellweg“/„Heelweg“ stehen sich deutsche und niederländische Häuser gegenüber.
  • Städtebaulich bilden Dinxperlo und Suderwick eine Einheit, die bewusst geschaffen wurde, um das Miteinander zu verstärken.
  • In derselben Straße verbindet ein gläserner Gebäudetrakt beide Seiten.
  • Das erste deutsch-niederländische Altenpflegeheim befindet sich so in beiden Ländern.
  • Jedes Land darf seine Stärken mit dem Nachbarn teilen: Die Dinxperloer trinken beispielsweise Wasser aus Deutschland, das Abwasser der Suderwicker Haushalte wird aber in der niederländischen Kläranlage bei Dinxperlo gereinigt.
  • Seit 1999 gibt es eine gemeinsame Polizeiwache, die „Politie“ bzw. „Polizei“. Jedes Land hat einen eigenen Polizeibeamten. Beide machen zusammen Streifendienst – auf beiden Seiten.
  • Das Gesetz soll rechtssicheres Handeln gewährleisten.
  • Die Gemeinsamkeit von Suderwick und Dinxperlo findet sich sogar auf einer Ortstafel.
  • Am Ortseingang an den Zugangsstraßen „Anholtse Weg“ – auf der deutschen Seite „Brückendeich“ benannt – und der „Sporker Straße“ – steht ein Schild mit dem Wort „Dinxperwick“. Die Wortkreation aus beiden Namen steht für ein gutes Miteinander über die Grenze hinweg.
  • Die eine Hälfte der Tafel ist im niederländischen Verkehrsblau mit weißer Schrift gehalten, die andere im deutschen Verkehrsgelb mit schwarzer Schrift.
  • In Dinxperlo und Suderwick spricht man auch eine besondere Form des Plattdeutschen mit niederländischen Einflüssen, die sich vom normalen Münsterländer-Platt unterscheidet.
  • Dass „Dinxperwick“ früher zwei Orte in zwei getrennten Ländern meinte, daran erinnern heute verschiedene Erinnerungsstücke, Installationen und Schautafeln.
  • Auf dem Suderwicker Dorfplatz stehen drei „Büdekes“. Damit meinte man früher Zollsperrbuden, in denen der Grenzverkehr kontrolliert wurde.
  • Auch der „Schmuggler“ und die „Zollschranke“ fallen auf dem Dorfplatz ins Auge. Sie sind Teil der Bronzeskulpturengruppe „Wenn der Schmuggler mit dem Zöllner …“.
  • An der Keupenstraat erinnern zwei „Kommiesenpörtkes“ an vergangene Zeiten.
  • Deutsche Bauern mussten früher den Zöllnern – den „Kommiesen“ – für ihre Kontrollgänge entlang der Grenze einen Durchgang ermöglichen.
  • Dafür bauten sie Übersteige oder Pforten. Im Volksmund wurden diese „Kommiesenpörtkes“ genannt.
  • An der Keupenstraat können Besucherinnen und Besucher wie einst durch zwei original erhaltene „Kommiesenpörtkes“ gehen. Sie sind bewusst immer offen – und sollen so deutlich machen, dass die Grenze kein Hindernis mehr ist.
  • Das „Grenslandmuseum“ in Dinxperlo behandelt den Sonderstatus der beiden Orte.
  • Hier dreht sich alles um Geschichten über die Entstehung der Grenze, das Leben an der Grenze, die Arbeit der Zöllner, die enormen Folgen der Weltkriege, die Grenzmärkte, den Schmuggel und den heutigen Zusammenhalt der beiden Dörfern.
  • Ausstellungsstücke sind unter anderem historische Fotos und Karten, Grenzdokumente und Grenzsteine, Schmuggelwaren oder beschlagnahmte Waren und Waffen.
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